Waldorferzieher*in werden:
Sei einfach du selbst

Du willst Erzieher*in werden? Dann tu es auf deine Art – sei einfach du selbst. In der Ausbildung zur*m Waldorferzieher*in entwickelst du einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen. Mit allem, was dazu gehört: Körper, Geist und Seele. Du schenkst Kindern Zeit, um sich entfalten zu können. Und du bist viel draußen in der Natur.

Um für die Kinder und Jugendlichen später ein echtes Vorbild sein zu können, beschäftigst du dich intensiv mit dir selbst und deiner eigenen Biografie. So entwickelst du deine eigene pädagogische Haltung und reifst zu einer Erzieherpersönlichkeit heran.

Marah, Auszubildende zur Waldorferzieherin

Marah, Auszubildende zur Waldorferzieherin

„Ich lerne wahnsinnig viel über mich selbst.“

Hannah, Auszubildende zur Waldorferzieherin

Hannah, Auszubildende zur Waldorferzieherin

„Erzieher:in ist ein politischer Job!“

Waldorferzieher*in werden, das heißt ... 

  • Pädagogik als Erziehungskunst begreifen
  • Deiner Berufung folgen, andere Menschen zu begleiten 
  • In einem wertschätzenden, offenen Umfeld lernen
  • Selbst zu einer Erzieherpersönlichkeit reifen
  • Gleichzeitig den staatlich anerkannten Abschluss zur*m Erzieher*in machen

Wo kann ich als Waldorferzieher*in überall arbeiten?

Die dreijährige Ausbildung vermittelt dir die Qualifikation für: 

  • Krippe und Kindergarten (Elementarbereich)
  • Freizeitpädagogik, Ganztagesschule, Hort (schulbegleitende Sozialarbeit)
  • Jugendhilfeeinrichtungen, Praxen, Kliniken (Heim- und Heilpädagogik)
  • Die Arbeit mit Erwachsenen (z. B. Streetwork oder Heilpädagogik) 

Unsere Ausbildung ist staatlich anerkannt. Das heißt: Du machst den Abschluss zur*m staatlich anerkannte*n Erzieher*in – und gleichzeitig als Waldorferzieher*in. Damit kannst du dich später bei allen Trägern bewerben, egal ob anthroposophisch, kommunal, kirchlich usw.

Was ist eigentlich das Besondere an Waldorfpädagogik?

Als Waldorfpädagog*in gestaltest du beispielsweise den Alltag für die Kinder oder Jugendlichen mit musischen, ästhetischen und rhythmischen Elementen. Du setzt also Klänge, Farben, Formen und Naturmaterialien methodisch sinnvoll ein, damit Kinder sich die Welt über ihre Sinne erschließen können. 

Waldorfpädagogik hat den Anspruch, den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit anzusprechen. Sie geht davon aus, dass Denken, Fühlen und Handeln (beziehungsweise Wollen) für die menschliche Entwicklung gleich wichtig sind. 

Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zur Freiheit zu erziehen. Freie Menschen handeln aus sich selbst heraus und verantworten ihre eigenen Taten. Als echte, eigenständige Erzieherperson bist du ein wichtiges Vorbild!  
 

Lu, Auszubildende zur Waldorferzieherin

Lu, Auszubildende zur Waldorferzieherin

„Kulturelle Identität ist für jedes Kind wichtig.“

Lukas, Auszubildender zum Sozialassistent

Lukas, Auszubildender zum Sozialassistent

„Ich komme mit vielen Menschen in Kontakt.“

Wo kann ich überall Waldorferzieher*in werden? 

Es gibt in Deutschland sechs Fachschulen für Waldorfpädagogik: in Berlin, Dortmund, Hamburg, Kassel, Mannheim und Stuttgart. Klicke auf der Karte auf den jeweiligen Standort, um mehr über die Ausbildungsinhalte, Termine oder freie Plätze zu erfahren.  

Drei wichtige Fragen, wenn du Waldorferzieher*in werden willst

  1. Wie lange dauert die Ausbildung? 
    In der Regel sind es 3 Jahre. Es gibt aber auch Teilzeitausbildungen oder Verlängerungsmöglichkeiten. 
  2. Was verdient ein*e staatlich geprüfte Waldorferzieher*in? 
    Du bekommst das gleiche Gehalt wie jede*r staatlich geprüfte Erzieher*in auch. Das ist von Bundesland zu Bundesland und je nach Träger etwas unterschiedlich.  
  3. Wie kann ich mich beruflich weiterentwickeln? 
    Du kannst dich zum Beispiel als Kindergartenleitung eines Kindergartens bewerben oder Soziale Arbeit studieren. Außerdem kommen viele Fort- und Weiterbildungen im sozialen Bereich für dich in Frage, wie eine Spezialisierung im Bereich der frühen Kindheit. 
Hamude, Auszubildender zum Waldorferzieher

Hamude, Auszubildender zum Waldorferzieher

„Bevor ich ein Kind erziehe, muss ich mich selbst erziehen.“

Edmute, Auszubildende zur Waldorferzieherin

Edmute, Auszubildende zur Waldorferzieherin

„Ich schaffe einen Rahmen, damit sich Kinder frei entfalten können.“

Was ist moderne Waldorfpädagogik?

Die Waldorfpädagogik beruht auf der Lehre der Anthroposophie, die der Philosoph Rudolf Steiner vor etwa 100 Jahren begründete. In unserer globalisierten, unübersichtlichen Welt ist ihr Grundgedanke – individuelle Entwicklungen durch ganzheitliches Lernen zu stärken – aktueller denn je.  

Doch vieles verändert sich: 

  • Immer mehr Waldorfpädagog*innen entscheiden sich nach ihrer Ausbildung, in staatlichen Institutionen zu arbeiten. Als überzeugte Waldorfpädagogen bringen sie dort ihre Methoden und den besonderen Blick aufs Kind ein. 
  • Natürliche Materialien haben in der Waldorfpädagogik schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Das soll aber kein Dogma sein! Moderne Waldorfpädagogik bezieht digitale Medien und zeitgemäßes Spielzeug ein – in kindgerechter Weise, die immer dem jeweiligen Entwicklungsstand entspricht. 
  • Moderne Waldorfpädagog*innen haben einen Blick auf sich selbst. Gesunde Selbstfürsorge ist uns wichtig. Wie viele andere Berufsgruppen entwickeln wir unsere Organisations- und Arbeitsformen weiter. Ein Beispiel: Die Selbstverwaltung als wichtiges Organisationsprinzip bleibt uns im Kern erhalten, wird aber modern und betriebsfähig gestaltet. Wir lagern z. B. administrative Arbeit aus und konzentrieren uns auf die Arbeit am Kind. 
  • Viele engagierte Waldorfpädagog*innen setzen sich intensiv mit aktuellen Diskursen zu Rassismus oder Gendersensibilität auseinander. Sie texten z. B. traditionelle Gedichte und Märchen um, damit alle Geschlechter darin gleichberechtigt vorkommen. 
  • Die anthroposophischen Grundlagen werden um aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse erweitert. Hier ist viel in Bewegung – es wird diskutiert, geforscht, sich international vernetzt. 

Waldorfpädagogik ist in Bewegung. Und du kannst Teil dieser Bewegung sein und gesellschaftlich etwas bewirken! 

Wo kann ich mehr über Waldorfpädagogik erfahren?

Du willst dich einlesen?

Hier findest du viel über Waldorfpädagogik:
https://www.erziehungskunst.de

 

Bestell dein Miniabo „Erziehungskunst frühe Kindheit“:
https://www.erziehungskunst.de/abofk/

 

Ja, mal reinblättern …
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Und wir empfehlen dir diese zwei Grundlagenwerke:

Angelika Wiehl (Hrsg.)
Studienbuch Waldorf-Kindheitspädagogik
Buch (Taschenbuch)
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ISBN 978-3-8252-5475-9

Angelika Wiehl, Wolfgang-M. Auer (Hrsg.)
Kindheit in der Waldorfpädagogik
Buch (broschiert)
19,95 € (zzgl. Versand)

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ISBN
978-3-7799-6086-7

Waldorfpädagog*in werden – ist das was für mich?

Du bist dir noch nicht sicher, ob Waldorfpädagog*in der richtige Beruf für dich ist? Unsere Absolvent*innen empfehlen dir die Ausbildung, wenn ...

  • ... du Kinder, Erwachsene und das Leben liebst
  • ... du ein positiver Mensch bist, der in anderen gern das Gute sieht
  • ... du kreativ und künstlerisch aktiv bist und dich gern auf Neues einlässt
  • ... du dich gut in andere hineinversetzen kannst
  • ... dir klar darüber bist (oder werden willst), wer du bist und was dir wichtig ist
  • ... der individuelle Blick auf Menschen dir wichtig ist, statt alle gleich zu behandeln
  • ... und wenn du Teil einer Bewegung sein willst, die in die Gesellschaft wirkt

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